DMSO für Pferde – Wirkung und Anwendung

Anwendung von DMSo beim Pferd

Wie wirkt DMSO und welche Anwendungsmöglichkeiten hat der Wirkstoff beim Pferd?

Dimethylsulfoxid, kurz DMSO, ist ein beliebter Wirkstoff bei vielen Sportlern. Auch Menschen, die aufgrund rheumatischer Erkrankungen wie bspw. Arthrose regelmäßig unter chronischen Schmerzen und Entzündungen leiden, greifen gerne zu diesem Mittel, um sich Linderung zu verschaffen. 

Was vielen Menschen nicht bewusst ist: DMSO lässt sich auch bei Pferden einsetzen! Auch bei Pferden zeigt sich die entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung von DMSO  und konnte in diversen Studien nachgewiesen werden. Dieser Ratgeber klärt alle Fragen rund um die Wirkungsweise und die Anwendung von DMSO bei Pferden auf.

Was ist DMSO und wieso kann es für Pferde nützlich sein?

DMSO gehört zu Klasse der Sulfoxide. Es handelt sich hierbei um ein organisches Lösungsmittel, welches seit vielen Jahren von der Pharmaindustrie zur Herstellung diverser Salben, Cremes und Gels genutzt wird. Positiv fällt bei diesem Wirkstoff auf, dass er komplett farb- und geruchsneutral ist. Dimethylsulfoxid weist sowohl beim Menschen als auch beim Pferd eine hohe Verträglichkeit auf, zu Nebenwirkungen kommt es bei der Anwendung daher kaum bis gar nicht.

Durch den Aufbau des Wirkstoffes können Salben, Gels und Cremes, die DMSO beinhalten, schnell einziehen und an Ort und Stelle innerhalb von kürzester Zeit ihre Wirkung entfalten. Dimethylsulfoxid ist ein echter Allrounder und sollte daher in keiner guten Hausapotheke fehlen – weder in der menschlichen noch in der tierischen.

Wann wird DMSO beim Pferd eingesetzt?

DMSO kann bei Pferden aus ganz unterschiedlichen Gründen eingesetzt werden. Sehr häufig wird das Dimethylsulfoxid bei einer akuten Lahmheit, Entzündungen im Bewegungsapparat, Arthrose, Insektenstichen oder auch bei Hautentzündungen, denen eine Allergie zugrunde liegt, eingesetzt. Des Weiteren findet DMSO bei Bänder-, Sehnen-, Gelenk- und Muskelveränderungen Anwendung. Hierzu zählen bspw. Prellungen und Zerrungen.

Aufgrund der vielen positiven Eigenschaften von DMSO wird es mittlerweile von vielen Pferdehaltern regelmäßig eingesetzt. Vor allem bei einer diagnostizierten Arthrose sowie auch bei Zerrungen bzw. Prellungen oder Entzündungen in diversen Gelenken kann es durchaus sinnvoll sein, den Genesungsprozess mithilfe von DMSO zu unterstützen. Da sich Arthrose jedoch nicht vollständig heilen lässt, können durch die regelmäßige Anwendung zumindest die einzelnen Schübe abgeschwächt werden. Obwohl die Heilung der Arthrose nicht möglich ist, so sollte – dem Pferd zuliebe – dennoch jede Chance zur Schmerzlinderung wahrgenommen werden – vor allen Dingen dann, wenn diese Methode frei von Nebenwirkungen ist und nur Gutes mit sich bringen kann.

Wie wirkt DMSO beim Pferd?

Dimethylsulfoxid ist dazu in der Lage, in relativ kurzer Zeit die Hautschicht des Pferdes zu Durchdringen. Auf diese Weise kann es direkt an Ort und Stelle mit seiner Arbeit beginnen. Diese Arbeit besteht darin, dass es bspw. Entzündungen hemmt, Schmerzen lindert und Gewebswasseransammlungen beseitigt. Dadurch, dass das Dimethylsulfoxid so schnell seine Wirkung entfalten kann, geht es dem mit DMSO behandelten Pferd bereits nach ein paar Minuten schon ein wenig besser.

Die Anwendung von DMSO kann somit auch eine gute Möglichkeit darstellen, um die Wartezeit bis zur Ankunft des Tierarztes für das Pferd so angenehm wie möglich zu gestalten. Dimethylsulfoxid selbst besitzt übrigens eine sehr geringe toxische Wirkung, die jedoch maximal einen leichten Juckreiz bzw. ein leichtes Brennen auf der Haut verursachen kann. Hierzu muss das DSMO allerdings sehr hoch dosiert und über einen langen Zeitraum eingesetzt werden. Andernfalls tauchen bei der Anwendung weder bei Menschen noch bei Tieren Nebenwirkungen auf.

Wie erfolgt die Anwendung des Dimethylsulfoxids beim Pferd?

DMSO wird in aller Regel über die äußere Anwendung eingesetzt. Das bedeutet, dass Pferdebesitzer Salben, Cremes, Gels mit Dimethylsulfoxid oder den Wirkstoff in purer Form an den betroffenen Stellen des Pferdekörpers auftragen und dort einreiben. Das Einreiben ist besonders wichtig, um dem DMSO die Möglichkeit zu bieten, in die Haut des Tieres einzuziehen. Wird die Tinktur nicht einmassiert, so kann es sein, dass das Dimethylsulfoxid seine Wirkung nicht ganz entfalten kann, weil es von der Fellschicht davon abgehalten und regelrecht von dieser absorbiert wird.

Der Tierarzt hat zudem die Möglichkeit, das Dimethylsulfoxid intravenös zu verabreichen. Ob eine DMSO-Infusion beim Pferd sinnvoll ist oder nicht wird der behandelnde Arzt im Einzelfall entscheiden. Als besonders bewährt bei Pferden gilt jedoch eine intravenöse Behandlung mit einer 10%igen Dimethylsulfoxid-Lösung.

Wichtig im Umgang mit DMSO ist, dass zur Anwendung von allen Beteiligten Handschuhen getragen wird. Andernfalls kann es zu Verunreinigungen des Dimethylsulfoxids kommen, welche die gegebene Problematik noch weiter verschärft. Die diversen DMSO-Tinkturen lassen sich auch ganz leicht mithilfe eines Pinsels oder ein wenig medizinischer Watte auftragen.

Wer sein Pferd hinsichtlich rheumatische Erkrankungen unterstützen möchte, ohne jedoch das Risiko von möglichen Nebenwirkungen in Kauf nehmen zu wollen, der ist mit dem Einsatz von DMSO gut beraten. Dimethylsulfoxid wirkt schnell und zuverlässig an Ort und Stelle, sodass sich das Pferd bereits nach kurzer Zeit wohler fühlen wird.